Doch keine 67% integrative Beschulung in Dorsten

Verwaltung räumt Rechenfehler in Ausschussvorlage ein

In der Vorlage zur vergangenen Schulausschussitzung am 28.09.2010 stellte die Verwaltung fest, die Quote für die integrative Beschulung läge in Dorsten in der Primarstufe bei 40%. Würde man berücksichtigen, dass an der Astrid-Lindgren-Schule nur 56 Kinder des Primarbereichs aus Dorsten kommen, betrage die Quote sogar rund 67 %.

Im Protokoll der Schulausschussitzung räumt die Verwaltung nun einen Rechenfehler ein:

Bei der Quotenberechnung (...) hat sich leider ein Fehler eingeschlichen, indem die Anzahl der an Regelschulen beschulten Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf versehentlich nicht durch die Gesamtzahl der Kinder mit sonderpädagogischem Förder- bedarf, sondern durch die Zahl der Förderschüler geteilt wurde. Bei korrekter Berechnung reduziert sich die Quote der im Primarbereich an Regelschulen beschulten Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf von 40 % auf 28,8 % bzw. bei Berücksichtigung ausschließlich der Dorstener Kinder an der Astrid-Lindgren-Schule von 67 % auf 40,2 %.

Ein wenig verwundert es schon, dass in Dorsten eine solch beeindruckende Zahl so unbemerkt und unhinterfragt in die Schulausschussvorlage gelangen konnte.