Schulministerin Sylvia Löhrmann kündigt bei der Inklusion Ausnahmeregelungen für Kommunen an

Als Reaktion auf Kritik von Komunalen Spitzenverbänden und Lehrerverbänden kündigte NRW-Schulministerin Löhrmann jetzt an, Ausnahmeregelungen für die Kommunen bei der Umsetzung der Inklusion einzuführen. Kommunen sollen den Elternwillen auf inklusive Schulen ausnahmsweise nicht erfüllen müssen, wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt werden können.

Für betroffenen Eltern wird es damit weiter von den örtlichen Gegebenheiten abhängig sein, ob sie für ihre Kinder den Rechtanspruch auf Inklusion realisieren können, oder nicht. Faktisch wird die Inklusionsentwicklung jetzt ins Belieben der Kommunen gestellt. Nach den letzten Stellungnahmen der kommunalen Spitzenverbände befürchten Eltern, dass von den Kommunen in dieser Frage nicht genügend Initiative zu erwarten ist, solange die Kosten nicht durch das Land getragen werden.

Ansonsten bleibt inklusionswilligen Eltern auch weiter nur der Klageweg. Eine zügigen Umsetzung des Menschenrechtes auf inklusive Bildung in NRW scheint weiterhin in weite Ferne zu rücken.