Eltern erwarten in NRW jetzt konkrete Schritte in Richtung Inklusion

Presseerklärung der LAG Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen NRW e.V. vom 31.05.2012
Keine Ausreden mehr!

Die Landesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen e.V. NRW erwartet von der neuen Regierungskoalition konkrete Schritte zur Umsetzung der Un-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Bei den anstehenden Koalitionsvereinbarungen müssen jetzt die Weichen für ein inklusives Schulsystem gestellt werden, das den Anforderungen des Völkerrechts entspricht, fordert der NRW-Elternverband.
Die unter der rot-grünen Minderheitenregierung vorgelegten "Eckpunkte für den Weg zur inklusiven Schule in NRW" bleiben nach Ansicht der Eltern weit hinter den Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention zurück und lassen viele Fragen offen. Durch das eindeutige Wahlergebnis haben SPD und Bündnis 90/Die Grünen jetzt die Chance, die richtigen Signale in Richtung Inklusion zu setzen. Weiterlesen »

Eckpunkte sind eine herbe Enttäuschung

Presseerklärung der Sprecher des NRW-Bündnises Eine Schule für alle zu den Eckpunkten für den Weg zur inklusiven Schule in NRW

Mitte Februar haben sich die Fraktionen von SPD und BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN auf gemeinsame Eckpunkte "für den Weg zur inklusiven Schule in NRW" verständigt.

Den großen Schritt zu einem inklusiven Schulsystem, für den die Regierungsfraktionen die Eckpunkte halten, können die Sprecher des NRW-Bündnisses Eine Schule für alle in dem vorliegenden Papier nicht erkennen, im Gegenteil: Aus Sicht der Sprecher sind diese Eckpunkte eine herbe Enttäuschung.

Es fehlen konkrete Vorschläge für einen verlässlichen Ressourcen- und Zeitrahmen zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen im schulischen Bereich. Weiterlesen »

Eltern können gemeinsamen Unterricht an der Regelschule verlangen / Arbeitskreis legt Empfehlungen vor.

Presseinformation vom 10.02.2012

Die Elterninitiative Gemeisam Leben, Gemeinsam Lernen Dorsten weist anlässlich des laufenden Anmeldeverfahrens für die weiterführenden Schulen darauf hin, dass die Schulämter verpflichtet sind, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, damit auch Kinder mit Behinderungen und sonderpädagogischem Förderbedarf einen Platz an einer Regeschule bekommen. So steht es in einem Erlass, den das NRW-Schulministerium bereits Anfang 2011 herausgegeben hat.

"Eltern müssen nicht hinnehmen, dass Ihr Kind an eine Förderschule verwiesen wird", sagt Michael Baumeister, Sprecher der Dorstener Initiative.

Die Förderung von Kindern mit besonderem Förderbedarf kann auch an einer Regelschule im gemeinsamen Unterricht erfolgen. Das Schulamt im Kreis Recklinghausen ist verpflichtet, in Zusammenarbeit mit der Stadt als Schulträger jeden Einzelfall zu prüfen und falls nötig, auch die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen. Die Eltern müssen dabei aktiv einbezogen und beraten werden. Weiterlesen »

Bündnis lädt zur Unkonferenz ein

Unkonferenz Inklusion 23. -24.03.2012 in Herne
Unkonferenz Inklusion 23. -24.03.2012 in Herne

Presseinformation: Am 23. und 24.03.2012 treffen sich im Herner Stadtteilzentrum Pluto Eltern, Pädagogen und Interessenten aus ganz NRW zu einer außergewöhnlichen Tagung. Das NRW-Bündnis "Eine Schule für alle" lädt zu einer Unkonferenz zum Thema Inklusion ein. Darunter verstehen die Veranstalter eine kooperative Mitmachkonferenz.

Unkonferenz

Eine Tagesordnung oder Referentenliste sucht man bei dieser Veranstaltung vergeblich. Die Themen werden erst während der Konferenz von den Teilnehmern festgelegt. Jeder der teilnimmt, kann zugleich Referent sein. Weiterlesen »

Sekundarschule - Eine Schule für alle? Eine Schule für Dorsten? Veranstaltung der Dorstener Grünen.

Termin: 
28.11.2011 - 18:30

Die Grünen in Dorsten laden am Montag, den 28.11. um 18:30 Uhr zu einem Schulpolitischen Gespräch zum Thema Sekundarschule in das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten ein. Das Thema Inklusion soll in diesem Zusammenhang ebenfalls angesprochen werden.

Als Gäste sind der Projektkoordinator im Schulministerium, Rainer Michaelis und die Schulleiterin der Gemeinschaftsschule Billerbeck, Barbara van der Wielen eingeladen.

Um Anmeldung bei den Grünen wird gebeten. Kontaktdaten auf dem angefügten Flyer (s.u.). Weiterlesen »

Inklusion: Grüne sollen endlich Farbe bekennen!

Pressemitteilung der LAG Gemeinsam leben - gemeinsam lernen NRW e.V. und mittendrin e.V.
Demoszene

Elternvereine enttäuscht über grüne Schulpolitik in NRW

Anlässlich des bevorstehenden Parteitags der NRW-Grünen am kommenden Wochenende fordern die Elternvereine „Gemeinsam leben – gemeinsam lernen“ die Partei auf, in Sachen Inklusion endlich Farbe zu bekennen
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„Obwohl die Landesregierung nun schon seit einem dreiviertel Jahr im Amt ist, liegt noch nicht einmal ein Gesetzentwurf vor, um Kindern mit Behinderung einen individuellen Rechtsanspruch auf gemeinsames Lernen zu sichern“, bemängelt Bernd Kochanek, Vorsitzender der LAG Gemeinsam leben – gemeinsam lernen. Immer noch müssen Eltern, die für ihr behindertes Kind die Integration wollen, um einen Platz an der Regelschule kämpfen – und darum, dass ihr Kind an der Regelschule auch die Förderung bekommt, die es braucht. Dabei sind sie weiterhin den Ermessensentscheidungen von Behörden und Schulleitern vor Ort ausgeliefert. Weiterlesen »

Dorsten wird die UN-Behindertenrechtskonvention bei der Schulentwicklungsplanung berücksichtigen

Stadtwappen Dorsten

Am 03.05.2011 stand das Thema Schulentwicklungsplanung auf der Tagesordnung des Dorstener Schulausschusses.

Beschlossen wurde, dass in Dorsten ein umfassender, alle Schulstufen umfassender Schulentwicklungsplan aufgestellt werden soll, bei dem insbesondere die Maßgaben und die Ziele der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zur Entwicklung eines inklusiven Bildungssystems beachtet werden.

Ohne Gegenstimmen mit einer (nicht mit dem Inhalt begründeten) Enthaltung hat der Schulausschuss der Vorlage zugestimmt.

Vorgesehen ist neben einer umfassenden Beteiligung der Öffentlichkeit in Schulplenumsveranstaltungen und Elternbefragungen auch ein Arbeitskreis zur fachlichen Beratung, in dem auch Gruppierungen vertreten sind, die sich um die Belange von Menschen mit Behinderungen kümmern. Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen, sowie die Lebenshilfe werden dabei ausdrücklich erwähnt. Weiterlesen »

2 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention - Die Bilanz ist beschämend

Eltern legen Zwischenbericht über die Umsetzung in Schulpolitik der Bundesländer vor
Flagge Vereinte Nationen

Seit zwei Jahren ist die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung von 2006 für Deutschland rechtsgültig. Nach der Ratifizierung durch Bundestag und Bundesrat im Dezember 2008 erlangte die Konvention am 26. März 2009 den Rang eines Bundesgesetzes.

Heute, zwei Jahre danach, muss die Bundesregierung der UNO einen ersten Zwischenbericht vorlegen, in dem sie die Fortschritte bei der Umsetzung der Konvention dokumentiert. Wie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales BMAS mitteilt, gelingt es der Bundesregierung jedoch nicht, den Bericht fristgerecht vorzulegen.

Deshalb dokumentieren die Elternverbände zum heutigen Jahrestag für 11 Bundesländer den Stand der Umsetzung der Bildungs-Verpflichtungen aus der UN-Konvention. Dabei lässt sich im Überblick feststellen:

Die Bilanz ist für Deutschland beschämend.

Die UN-Konvention verpflichtet die Staaten unter anderen zum Aufbau eines "inklusiven Bildungssystems". In der Gesamtwertung der Konvention heißt das: Weiterlesen »

Schlag ins Gesicht der Betroffenen

LAG Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen NRW nimmt Stellung zu den KMK-Empfehlungen zur inklusiven Bildung
Logo Kultusministerkonferenz

Die Kultusministerkonferenz hat hat im Februar einen Entwurf für eine ländergemeinsame Empfehlung „Inklusive Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen“ zur Anhörung für die Fachöffentlichkeit freigegeben. Die LAG Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen NRW hat jetzt zu diesem Papier Stellung genommen und sieht darin die völlig unverbindliche Umsetzung uralter KMK-Empfehlungen, in der ab und zu das Wort „inklusiv“ benutzt wird. Aus Sicht der LAG ist das Papier ein „Schlag ins Gesicht der Betroffenen, das ihre Rechte negiert und sie wieder zu Bittstellern einer bestimmten Kategorie degradiert“ Weiterlesen »

Inklusion ist nicht nur eine Möglichkeit

Presseinformation vom 16.02.2011

Das klare Bekenntnis von Bürgermeister Lütkenhorst zum Ziel eines inklusiven Schulsystems haben Eltern behinderter Kinder bei der städtischen Veranstaltung am 10.02. aufmerksam zur Kenntnis genommen.

"Wir dürfen nicht zulassen, dass dieses Ziel jetzt zerredet und die Rechte unserer Kinder wieder relativiert werden." sagt Michael Baumeister von der Elterninitiative Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen. "Aus der UN-Konvention ergibt sich eindeutig das Recht behinderter Kinder auf diskriminierungsfreien Zugang zur inklusiven Schule und angemessene Vorkehrungen. Die Vertragsstaaten sind verpflichtet, Kindern mit Behinderungen den Zugang zu einem inklusiven, hochwertigen und unentgeltlichen Unterricht an Grundschulen und weiterführenden Schulen zu ermöglichen. Das ist mehr als nur eine Möglichkeit. Inklusion ist ein Menschenrecht." Weiterlesen »

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