Behörden sollen schon jetzt alle Möglichkeiten ausschöpfen, gemeinsames Lernen zu ermöglichen

Erlass des NRW-Schulministriums verpflichtet Schulbehörden, das Schulrecht ab sofort im Sinne der UN-Konvention auszulegen
Plakat Inklusion für Alle

Im Dezember 2010 hat Schulministerin Löhrmann einen Erlass angekündigt, mit dem Schulträger und Schulaufsicht verpflichtet werden sollen, schon jetzt das Schulrecht konsequent im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention auszulegen.

Gleichzeitig will die Landesregierung auf der Grundlage eines Inklusionsplans die Transformation der UN-Konvention in Landesrecht voranbringen.

Der angekündigte Erlass liegt nun in Form einer geänderten Verwaltungsvorschrift zu §37 AO-SF vor.
Bis zur Umsetzung der UN-Konvention in Landesrecht sollen danach Schulträger und Schulaufsicht im Rahmen der bestehenden Regelungen alle Möglichkeiten ausschöpfen, um dem Elternwunsch so weit wie möglich Rechnung zu tragen.
Die Ablehnung des Elternwunsches auf Gemeinsamen Unterricht müssen die Schulaufsichtsbehörden ab sofort umfassend begründen. Weiterlesen »

Schulministerin kündigt kurzfristig Erlass über Gemeinsamen Unterricht an

Erlass noch vor Weihnachten angekünditg - Presseinformation von mittendrin e.V. Köln
Sylvia Löhrmann

NRW: Endlich konkrete Schritte zum inklusiven Bildungssystem angekündigt

14.12.2010 Beim ersten Treffen des "Gesprächskreises Inklusion" gestern abend im Düsseldorfer Luisengymnasium hat NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann erstmals konkrete Schritte zum Aufbau eines inklusiven Bildungssystems an Rhein und Ruhr angekündigt.

Ab sofort soll der Gemeinsame Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung in Grundschulen wie in weiterführenden Schulen kräftig ausgebaut werden.

Die Ministerin kündigte kurzfristig einen Erlass an, der die untergeordneten Behörden verpflichtet, die derzeitige Schulrechtslage konsequent im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention anzuwenden. Damit soll der Ausbau des Gemeinsamen Unterrichts angekurbelt werden. Zwangszuweisungen von Kindern und Jugendlichen zu Sonderschulen sollen der Vergangenheit angehören. Weiterlesen »

Doch keine 67% integrative Beschulung in Dorsten

Verwaltung räumt Rechenfehler in Ausschussvorlage ein

In der Vorlage zur vergangenen Schulausschussitzung am 28.09.2010 stellte die Verwaltung fest, die Quote für die integrative Beschulung läge in Dorsten in der Primarstufe bei 40%. Würde man berücksichtigen, dass an der Astrid-Lindgren-Schule nur 56 Kinder des Primarbereichs aus Dorsten kommen, betrage die Quote sogar rund 67 %.

Im Protokoll der Schulausschussitzung räumt die Verwaltung nun einen Rechenfehler ein: Weiterlesen »

Eltern erwarten jetzt Beteiligung an Inklusionsplanung

Presseinformation vom 12.12.2010

Am kommenden Montag, 13.12.2010 steht mit einem Bericht des Sonderpädagogischen Kompetenzzentrums Dorsten zu seiner Arbeit das Thema Inklusion erneut auf der Tagesordnung des Dorstener Schulausschusses.
Schon bei der letzten Schulausschussitzung wurde das Thema behandelt.

"Bisher war unser Eindruck, dass die Verwaltung gern das Thema ohne Beteiligung der kritschen Öffentlichkeit und betroffener Eltern bearbeiten möchte" sagt Michael Baumeister von der Dorstener Elterninitiative "Gemeinsam leben, Gemeinsam lernen".

Inzwischen ist allerdings in den Ausschuss-Vorlagen davon die Rede, dass Elternvertreter zum Arbeitskreis des Kompetenzzentrums hinzu gebeten werden sollen. Weiterlesen »

Landtag beschließt: UN-Konvention zur Inklusion in der Schule umsetzen

Gemeinsamen Antrag von CDU, SPD und Grünen

Der NRW-Landtag hat am 01.12.2010 den gemeinsamen Antrag "UN-Konvention zur Inklusion in der Schule umsetzen" von CDU, SPD und Grünen beschlossen.

Den Wortlaut des gemeinsamen Antrages ist unter http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD15-680... nachzulesen, die Landtagsrede von Schulministrin Löhrmann unter http://sylvia-loehrmann.de/1027/un-konvention-zur-inklusion-in-der-schul... .

Eltern protestieren gegen Gemeinschaftsschule Ascheberg

Gemeinschaftsschule Ascheberg schließt Schüler mit Behinderung aus
Plakat Gemeinsam Lernen, Gemeinsam Leben

Die Elternvereine von Kindern mit Behinderung protestieren gegen die Genehmigung der Gemeinschaftsschule in Ascheberg. Schulministerin Sylvia Löhrmann will die Schule heute als erste von bis zu 40 Gemeinschaftsschulen in Nordrhein-Westfalen genehmigen – ohne Gemeinsamen Unterricht von Jugendlichen mit und ohne Behinderung.

„Die Stadt Ascheberg betreibt eine eigene Sonderschule. Sie hat aus der UN-Behindertenrechtskonvention die Verpflichtung, gemeinsames Lernen möglich zu machen. Statt dessen werden Schüler mit Behinderung wieder einmal ausgesperrt“, empört sich Ingrid Gerber, Vorsitzende von Gemeinsam leben – gemeinsam lernen e.V. Bonn. „Wir rufen die Eltern in Ascheberg auf, die Aufnahme ihrer behinderten Kinder in die neue Gemeinschaftsschule zu verlangen.“ Weiterlesen »

Sondervorstellung des Kinofilms "Me Too - Wer will schon normal sein?"

Termin: 
26.10.2010 - 18:00

In Zusammenarbeit mit dem Central Kinocenter in Dorsten-Holsterhausen ist es der dorstener Lebenshilfe gelungen, den Film "Me Too - Wer will schon normal sein?", nach Dorsten zu holen.
Es gibt eine Sondervorstellung am 26.10.2010 um 18.00 Uhr im Central Kinocenter. Ein schwungvolles, mit feinem Humor gezeichnetes Liebesdrama zwischen einem Mann mit Down-Syndrom und seiner "normalen" Arbeitskollegin.
Die Bundesvereinigung Lebenshilfe ist offizieller Partner dieses Films.

Einrittspreise: 6,00 Euro – ermäßigt 5,00 Euro.

Weitere Informationen:
http://www.lebenshilfe.de/wDeutsch/aus_fachlicher_sicht/artikel/kinofilm...

Unkonferenz "Eine Schule für alle"

Termin: 
13.11.2010 - 10:00 - 14.11.2010 - 18:00
Logo NRW-Bündnis "Eine Schule für alle"

Das NRW-Bündnis "Eine Schule für alle" veranstaltet vom 13. - 14. November 2010 in Essen eine 2-tägige Konferenz zum Thema "Eine Schule für alle".

Die Konferenz findet in Form einer kooperativen Unkonferenz statt. Jeder, der etwas beitragen oder etwas lernen will, ist willkommen und herzlich eingeladen.

Das Thema "Eine Schule für Alle" ist zur Zeit in aller Munde. Es weckt Emotionen und wirft viele Fragen auf: "Wie kommen wir zu einer Schule für Alle?, "Eine Schule für alle = Einheitsschule?", "Sonderschulen abschaffen?"... Für diejenigen, die das gemeinsame Lernen aller Kinder voranbringen wollen, sind Kommunkation, Informationsaustausch und Vernetzung von großer Bedeutung. Dazu soll diese Konferenz beitragen.

Unkonferenzen sind kooperative Mitmachveranstaltungen, auch bekannt als Barcamps und Themencamp. Weiterlesen »

Expertenkreis Inklusion bei der UNESCO gegründet

Logo UNESCO

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat einen Expertenkreis Inklusion ins Leben gerufen. Er soll durch regelmäßigen Austausch Akteure der Inklusiven Bildung auf nationaler Ebene vernetzen und Kompetenzen bündeln, Breitenwirkung für das Konzept Inklusive Bildung erzielen und Expertise für den Prozess hin zu einem inklusiven Schulsystem bereitstellen.

Ein ausführliches Interview mit der Vorsitzenden des Expertenkreises Ute Erdsiek-Rave zur inklusiven Bildung findet sich unter http://www.unesco.de/interview_inklusive_bildung.html

Dr. Brigitte Schumann hat ein Interview mit dem Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission, Prof. Dr. Christoph Wulf, geführt.
http://www.nrw-eineschule.de/artikel/deutsche-unesco-kommission-hat-expe...

Präsentationsfolien zum Vortrag

Willkommen - Titelbild des Vortrages von Prof. Wocken

Unter dem Titel "INKLUSION JETZT! Wie alle Kinder vom gemeinsamen Lernen profitieren können." fand am Montag, 12.07.2010 im Jüdischen Museum Westfalen ein Vortrag des Lernbehindetenpädagogen Prof. Dr. Hans Wocken statt.
Die Präsentationsfolien, die Prof. Wocken bei seinem Vortrag zeigte, hat er uns nun zur Verfügung gestellt. Weiterlesen »

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